Wenn der Duft von Tannenzweigen in der Luft liegt und Lichter die Dämmerung durchbrechen, wird Christkindl bei Steyr zu einem besonderen Ort. Über der Stadt gelegen, ist der traditionsreiche Wallfahrtsort im Advent ein Platz der Einkehr – und zugleich Teil eines lebendigen Kulturerlebnisses im 360° Alpenland.
Die barocke Wallfahrtskirche mit dem weltberühmten Christkindl-Gnadenbild zieht seit Jahrhunderten Pilger und Besucher an. Gerade in der Vorweihnachtszeit entfaltet sich hier eine Atmosphäre, die berührt: Kerzenschein, leise Musik, der Blick über das winterliche Steyrtal. Es ist ein Moment, der bleibt – still, klar und voller Bedeutung.
Alles begann 1695, als der Steyrer Kapellmeister Ferdinand Sertl eine Wachsfigur des Jesuskindes in eine Baumhöhle stellte – und nach einem innigen Gebet Heilung fand. Die Kunde vom Wunder verbreitete sich rasch, und so entstand ab 1702 unter Carlo Antonio Carlone die Wallfahrtskirche Christkindl, die später von Jakob Prandtauer vollendet wurde.
Hier verbindet sich spirituelle Tradition mit weihnachtlicher Kultur. Das traditionsreiche Postamt Christkindl, die Krippenausstellung und die Nähe zur historischen Altstadt von Steyr machen den Besuch zu einem stimmungsvollen Erlebnis zwischen Glaube, Brauchtum und Architektur. Hier zeigt sich, wie eng Natur, Kultur und Geschichte im Herzen Oberösterreichs zusammenfinden.
Wer den Weg nach Christkindl wählt, spürt die besondere Ruhe dieses Kraftplatzes. Ein Spaziergang durch die winterliche Landschaft, ein Besuch der Kirche, ein Blick hinunter auf die 1.000-jährige Stadt Steyr – Advent im 360° Alpenland bedeutet, sich Zeit zu nehmen. Für Gedanken. Für Begegnungen. Für das Wesentliche.
So wird der Wallfahrtsort Christkindl im Advent nicht nur zum Ziel, sondern zu einem Gefühl: getragen von Achtsamkeit, Tradition und dem Lebensgefühl Oberösterreichs.
Hier wohnt das Christkind: Das Steyrer Christkindl ist vorweihnachtlicher Botschafter im 360° Alpenland.
Das Kostüm, bestehend aus Spenzer, Rock und Mantel, einer Krone und einem Häubchen ist nach historischen Vorlagen gestaltet. Das taillierte Kostüm hat in seiner Ausstattung, Machart und Silberlahnstickerei die barocke Lamberg’sche Krippenfigur des Verkündigungsengels als Vorbild.
Für die Farbgebung des Kostüms wurden die Farben Grün – Silber – Weiß gewählt, da die Steyrer Festtracht, gestaltet nach Dr. F. Lipp, diese Farben aufweist.
Die Trachtenschneidemeisterin Waltraud Musenbichler verarbeitete 196,5 Meter Stoff und Borten und besetzte das Kostüm noch zusätzlich mit 540 kristallfarbenen Swarovski Steinen.